Dimasheq
Das syrische Innenministerium hat am Sonntag die Festnahme von Karam Hafez Ibrahim bekannt gegeben. Ihm wird vorgeworfen, während der Herrschaft des ehemaligen Regimes an Kriegsverbrechen gegen Zivilisten beteiligt gewesen zu sein sowie später Sabotageaktivitäten ausgeübt zu haben.
Nach Angaben des Ministeriums ergaben die ersten Ermittlungen, dass der Festgenommene die Militärakademie mit dem Schwerpunkt Artillerie absolvierte und in mehreren militärischen Verbänden diente. Er befehligte eine Artillerieeinheit in der Provinz Suwayda und soll während der Jahre der syrischen Revolution an der Beschießung ziviler Wohngebiete in der Provinz Daraa beteiligt gewesen sein, bevor er an die Fronten in Homs und Idlib versetzt wurde.
Das Ministerium erklärte weiter, die Ermittlungen hätten außerdem ergeben, dass der Beschuldigte an den Ereignissen vom 6. März des vergangenen Jahres beteiligt gewesen sei. Dabei soll er einen Sicherheitskonvoi angegriffen haben. Anschließend wechselte er zur Marineakademie, wo er sich an Artillerieangriffen auf Sicherheitskräfte beteiligt haben soll, bevor er nach der Wiederherstellung der Kontrolle durch die Sicherheitskräfte floh.
Weiter teilte das Ministerium mit, der Festgenommene habe auch an einer als „aufwiegelnde Versammlung“ bezeichneten Zusammenkunft teilgenommen, zu der Ghazal Ghazal aufgerufen habe. Zudem sei bei ihm eine Militärpistole sichergestellt worden, die er nach Angaben der Behörden gegen Sicherheitskräfte einsetzen wollte. Außerdem habe er eine weitere Person damit beauftragt, die Bewegungen der Kräfte der Inneren Sicherheit zu beobachten.
Das Innenministerium bestätigte, dass der Beschuldigte den zuständigen Behörden übergeben wurde, um die Ermittlungen abzuschließen und die erforderlichen rechtlichen Schritte einzuleiten.








