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Das Nationalmuseum in Latakia veranstaltete am heutigen Montag vielfältige kulturelle und künstlerische Aktivitäten, organisiert von der Direktion für Altertümer und Museen in Zusammenarbeit mit den Fakultäten für Architektur und Bildende Künste der Universität Latakia sowie dem ehrenamtlichen Team „Baladak Amanatak“, anlässlich des Internationalen Museumstags.
Im Rahmen der Veranstaltungen wurde erstmals seit dem Jahr 2012 wieder ein geschlossener Ausstellungssaal eröffnet, in dem eine Sammlung seltener archäologischer Fundstücke präsentiert wurde. Zudem wurde ein visueller Kurzfilm gezeigt, der die Situation der syrischen Museen beleuchtet. Ergänzt wurde das Programm durch traditionelle und künstlerische Gemälde sowie Live-Malvorführungen in den Räumen des Museums.
Die Syrische Arabische Nachrichtenagentur „SANA“ berichtete, dass die Veranstaltung darauf abziele, die Bedeutung der syrischen Museen hervorzuheben und ihre kulturelle sowie gesellschaftliche Präsenz zu stärken. Dies solle durch die Verbindung akademischer Institutionen mit der lokalen Gemeinschaft und staatlichen Einrichtungen zum Schutz und Erhalt des kulturellen Erbes erreicht werden.
Der Leiter der Direktion für Altertümer und Museen in Latakia, Mohammed Al-Hassan, erklärte, dass die Veranstaltung darauf ausgerichtet sei, die Stellung der syrischen Museen stärker ins Bewusstsein zu rücken und eine echte Zusammenarbeit zwischen Bildungs- und akademischen Einrichtungen, der lokalen Gemeinschaft sowie staatlichen Institutionen zu fördern, um das syrische Kulturerbe zu bewahren.
Al-Hassan betonte zudem, dass die heutige Wiedereröffnung des Ausstellungssaals den Beginn einer umfassenderen Phase markiere. Die Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten würden fortgesetzt, um in den kommenden Monaten sämtliche Ausstellungssäle wieder für Besucherinnen, Besucher und Interessierte zugänglich zu machen.
Der Direktor der Initiative „Baladak Amanatak“, Mohammed Abu Saif, erklärte seinerseits, dass das Team seit sechs Monaten daran arbeite, dem Nationalmuseum neues Leben einzuhauchen und es zu einem kulturellen und gesellschaftlichen Raum für Aktivitäten und Veranstaltungen zu machen. Die Beteiligung an diesem Ereignis erfolge gemeinsam mit der traditionellen „Ugarit“-Folkloregruppe, um die kulturelle Identität zu stärken und historische Stätten in interaktive, offene Räume für die Gesellschaft zu verwandeln.
Auch Studierende der Fakultät für Bildende Künste beteiligten sich mit kreativen Werken, die von den historischen Epochen inspiriert waren, welche die syrische Küstenregion durchlaufen hat. Die Studentin Maya Kamal Wanos erklärte, sie habe ein Gemälde gestaltet, das die römische Epoche darstelle, um den historischen Reichtum und die kulturelle Entwicklung der Stadt Latakia im Laufe der Jahrhunderte hervorzuheben.
Der Internationale Museumstag wird jedes Jahr am 18. Mai begangen. Es handelt sich um eine weltweite Veranstaltung, die seit 1977 vom Internationalen Museumsrat organisiert wird, um das Bewusstsein für die Bedeutung von Museen als Mittel des kulturellen Austauschs, der Bereicherung von Zivilisationen sowie der Förderung von Verständnis und Zusammenarbeit zwischen den Völkern zu stärken.








