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Das syrische Kulturministerium in Damaskus hat die erste Ausgabe der Zeitschrift „Al-Sham“ veröffentlicht. Die monatlich erscheinende Publikation widmet sich den Bereichen Denken, Literatur, Kunst und Kulturerbe und gilt als die erste kulturelle Periodikausgabe des Ministeriums in der Zeit nach der Befreiung.
In ihrem Vorwort betont die Zeitschrift, dass sie auf einer Vision beruhe, die Kultur als lebendige Kraft versteht – eine Kraft, die Bedeutung schafft, Erinnerung bewahrt, Bewusstsein neu formt und die Beziehung des syrischen Menschen zu seiner Geschichte, seiner Gesellschaft und seiner Zukunft stärkt. Zugleich beschreibt sich „Al-Sham“ als Botschafterin der syrischen Kultur und als offenes Forum für große intellektuelle Fragestellungen, das dem Wort seine Rolle bei der Gestaltung des Bewusstseins und der Produktion von Wissen zurückgeben möchte.
Die Redaktion erklärte zudem, dass die Wahl des Namens „Al-Sham“ auf das kulturelle Erbe der Zeitung „Al-Sham“ zurückgeht, deren Chefredakteur der Denker Muhammad Kurd Ali im Jahr 1897 war. Damit solle an die historische kulturelle Rolle von Damaskus angeknüpft und ihre Fortsetzung mit zeitgemäßen Mitteln hervorgehoben werden.
Die erste Ausgabe würdigte die syrische Kultur mit einem Schwerpunktdossier unter dem Titel „Die kulturelle Identität Syriens: Eine Analyse von Wandel und Dimensionen“. Darüber hinaus wurden die wichtigsten Leistungen des Kulturministeriums im ersten Jahr seiner Arbeit in der neuen Phase vorgestellt.
Im Leitartikel der Ausgabe veröffentlichte Kulturminister Mohammad Yassin Saleh einen Beitrag über die zentralen Aufgaben des Ministeriums in der kommenden Phase. Dazu zählen die Förderung des gegenseitigen Verständnisses zwischen den Syrerinnen und Syrern, die Verringerung von Missverständnissen zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen sowie die Bekämpfung einer „Kultur des Raubs und der Beute“, die nach seinen Worten über viele Jahre durch die Diktatur gefestigt worden sei.
Zudem unterstrich der Minister die Bedeutung einer angemessenen Würdigung bedeutender syrischer Kunst- und Kulturschaffender, die die Kulturszene nachhaltig geprägt haben, darunter Nabil Maleh, Omar Amiralay, Haitham Haqqi, Hatem Ali und Osama Mohammad.
Der Chefredakteur Taim Al-Haj Hazzaa schrieb seinerseits im Editorial, dass die Zeitschrift als monatlicher kultureller Raum für Denken, Analyse und Dokumentation dienen solle. Gleichzeitig wolle sie den Weg öffnen für eine Neubetrachtung des syrischen Gedächtnisses und eine kritische Auseinandersetzung mit den gegenwärtigen kulturellen Entwicklungen.
Das Hauptdossier enthielt außerdem ein Interview mit dem stellvertretenden Kulturminister Saad Naasan unter dem Titel: „Wir haben ein schweres Erbe übernommen und innerhalb eines Jahres begonnen, die wahre kulturelle Rolle Syriens wiederherzustellen.“
Darüber hinaus umfasste die Ausgabe zahlreiche Studien und intellektuelle Beiträge zu Fragen von Identität, Erinnerung und syrischer Kultur. Beteiligt waren unter anderem Ayman Yazbek, Ahmad Barqawi, Ibrahim Al-Jubain, Ahmad Aybash, Fares Al-Zahabi und Bashir Al-Bakr.
Das Dossier enthielt zudem Beiträge von Tayseer Khalaf, Abdel Hakim Bashar, Ahmad Nazhar Saadou, Thaer Al-Zazzou, Islam Abu Shkeir und Ali Safar. Die Themen reichten von Fragen nationaler Identität und kultureller Erinnerung bis hin zur Wiederentdeckung der syrischen Geschichte sowie literarischen und gesellschaftlichen Zugehörigkeitsfragen.
Ergänzt wurde die Ausgabe durch vielfältige kulturelle und künstlerische Inhalte zu Theater und bildender Kunst sowie Beiträge junger Autorinnen und Autoren, die sich mit aktuellen kulturellen Fragestellungen und gesellschaftlichen Herausforderungen auseinandersetzten.









