Dimasheq
Der Vorsitzende der Syrischen Atomenergiekommission, Dr. Mudhar Al-Akela, erklärte gegenüber Dimasheq, dass die Kommission in den vergangenen zwei Jahren eine Reihe von Maßnahmen ergriffen habe, die darauf abzielen, die Ursachen der im Jahr 2011 festgestellten Nichtbefolgung zu beheben und sich nicht lediglich mit deren Auswirkungen zu befassen.
Al-Akela erläuterte, dass sich die Arbeit der Kommission auf zwei miteinander verbundene Bereiche konzentriert. Der erste betrifft die technische Klärung. Dazu gehören die Übermittlung detaillierter Informationen über frühere Aktivitäten an die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO), die Meldung neu identifizierter Kernmaterialien sowie die Genehmigung von Vor-Ort-Überprüfungen an relevanten Standorten, darunter auch der zweite Standort, den Syrien kürzlich bekannt gegeben hat.
Diese Maßnahmen, so Al-Akela, verschafften der Organisation eine umfassendere Informationsgrundlage und ermöglichten ihr zu überprüfen, dass außerhalb des Sicherungssystems keine nicht deklarierten Kernmaterialien oder nuklearen Aktivitäten vorhanden sind.
Der zweite Bereich betrifft nach Angaben Al-Akelas die institutionelle Einhaltung der Verpflichtungen. Dazu gehören die Aktualisierung der nationalen Meldeverfahren, die Stärkung der Rolle der Syrischen Atomenergiekommission als zentrale technische Anlaufstelle für die Organisation sowie die Gewährleistung, dass jede nukleare oder radiologische Tätigkeit in Syrien von Beginn an den Anforderungen der Sicherungsmaßnahmen sowie der nuklearen Sicherheit und des Strahlenschutzes unterliegt.
Al-Akela erklärte, dieser institutionelle Wandel werde Syrien praktisch wieder in seine normale Position als Staat zurückführen, der seinen Verpflichtungen nachkommt, und die Voraussetzungen dafür schaffen, dass der Gouverneursrat der IAEO die Möglichkeit prüft, das Kapitel der Nichtbefolgung abzuschließen und die Beziehungen zu Syrien auf der Grundlage einer konstruktiven und nachhaltigen Zusammenarbeit fortzuführen.
Zum Abschluss betonte der Vorsitzende der Syrischen Atomenergiekommission, dass sich die derzeitigen Bemühungen nicht darauf beschränkten, Fragen im Zusammenhang mit der Vergangenheit zu beantworten. Vielmehr gehe es auch darum, ein institutionelles System aufzubauen, das verhindert, dass sich ähnliche Probleme künftig wiederholen, und das mit den Anforderungen der Internationalen Atomenergie-Organisation und der internationalen Gemeinschaft im Einklang steht.






