Dimasheq
Das syrische Innenministerium hat neue Einzelheiten über den Terroranschlag der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) auf die Mar-Elias-Kirche im Stadtteil Dweilaa in Damaskus im Juni 2025 bekannt gegeben. Zudem teilte das Ministerium mit, dass ein weiterer Anschlagsplan der Organisation gegen den Sayyida-Zainab-Schrein südlich von Damaskus vereitelt worden sei. Nach Angaben der Behörden zielten diese Angriffe darauf ab, konfessionelle Spannungen zu schüren, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu untergraben und die öffentliche Meinung gegen die syrische Regierung aufzubringen.
Der stellvertretende Innenminister Abdul Qader Al-Tahhan erklärte, der IS habe die erste Phase nach der Befreiung Syriens ausgenutzt, als das Sicherheits- und Militärsystem zusammengebrochen war und Sicherheitskräfte weitgehend fehlten. Dadurch sei es der Organisation gelungen, sich aus der syrischen Wüste in verschiedene Provinzen zu bewegen und mehrere Waffen- und Sprengstofflager unter ihre Kontrolle zu bringen, was ihr die Durchführung mehrerer Anschläge in dieser Anfangsphase ermöglicht habe.
Al-Tahhan fügte hinzu, dass sich vor der Befreiung rund 99 Prozent der Angriffe des IS gegen Oppositions- und Revolutionsgruppen gerichtet hätten. Später habe die Organisation jedoch ihre Strategie geändert und begonnen, andere Teile der syrischen Gesellschaft ins Visier zu nehmen. Dazu gehörten Schiiten durch den geplanten Anschlag auf den Sayyida-Zainab-Schrein sowie Christen durch den Anschlag auf die Mar-Elias-Kirche in Damaskus.
Weiter erklärte Al-Tahhan, das Innenministerium habe gemeinsam mit dem Geheimdienst seine Maßnahmen zur Bekämpfung der Terrororganisation deutlich ausgebaut. Dies habe zur Festnahme von 1.300 mutmaßlichen IS-Mitgliedern sowie zur Zerschlagung von 34 Terrorzellen geführt.








