Dimasheq
Radif Mustafa, Leiter der Abteilung für Rechenschaftspflicht und Aufarbeitung bei der Nationalen Behörde für Übergangsjustiz, erklärte, dass sich Generalmajor Mohammed al-Schaar, der während der Herrschaft des früheren syrischen Regimes mehrere sicherheits- und staatsrelevante Ämter innehatte, derzeit in Haft befindet und untersucht wird.
Mustafa erklärte, dass al-Schaar, der mehrere Sicherheitsabteilungen leitete, bevor er das Amt des Innenministers übernahm, im Rahmen von Ermittlungen zu Menschenrechtsverletzungen untersucht werde, die während der Regierungszeit des früheren Regimes in Syrien begangen wurden.
Der Leiter der Abteilung für Rechenschaftspflicht und Aufarbeitung rief alle Personen, die angeben, durch al-Schaar geschädigt worden zu sein, oder über Informationen beziehungsweise Dokumente zu den ihm vorgeworfenen Handlungen verfügen, dazu auf, sich an die zuständigen Stellen zu wenden und ihre Aussagen, Angaben und Beschwerden einzureichen.
Mustafa erläuterte, dass Betroffene die Abteilung für Rechenschaftspflicht und Aufarbeitung der Nationalen Behörde für Übergangsjustiz aufsuchen oder sich an die zuständigen Staatsanwaltschaften für Fälle der Übergangsjustiz wenden können, die in verschiedenen syrischen Provinzen eingerichtet wurden.
Er betonte, dass die Einreichung von Aussagen und Beschwerden durch Opfer und Zeugen ein wesentlicher Bestandteil der Dokumentation von Verstößen und der strafrechtlichen Verantwortungszuweisung sei. Dadurch könnten die zuständigen Justizbehörden Informationen und Beweise zu den laufenden Verfahren sammeln.
Die Festnahme und Untersuchung gegen al-Schaar erfolgt im Rahmen eines umfassenderen Prozesses der Übergangsjustiz in Syrien, der darauf abzielt, Fälle schwerer Verstöße aus den vergangenen Jahrzehnten aufzuarbeiten, Opfern, Betroffenen und Zeugen Gehör zu verschaffen und rechtliche Schritte gegen diejenigen einzuleiten, deren Verantwortung nachgewiesen wird.
Mohammed al-Shaar bekleidete mehrere Jahre das Amt des syrischen Innenministers und hatte zuvor bedeutende Sicherheits- und Militärpositionen inne. Dadurch gilt er als eine der mit den Sicherheitsinstitutionen des früheren Regimes verbundenen Persönlichkeiten der vergangenen Jahre.
Der Aufruf der Behörde an Betroffene, ihre Aussagen einzureichen, unterstreicht die Bedeutung einer offiziellen Dokumentation von Zeugenaussagen und Ereignissen, insbesondere in Fällen, die die Sammlung mehrerer Aussagen und unterstützender Beweise zur Klärung rechtlicher Verantwortlichkeiten erfordern. Dabei bleibt die Feststellung der Verantwortung Aufgabe der zuständigen Justizbehörden nach Abschluss der Ermittlungen und rechtlichen Verfahren.








