Dimasheq
Die erste Ausgabe des türkischen Magazins Tasihih ist erschienen und enthält ein Sonderdossier mit dem Titel „Gaza: Der letzte Ausweg für die Menschheit“, das große Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Das Magazin vereint Fachleute aus den Bereichen internationale Politik, Geschichte, Soziologie, Kultur und Kunst, um die Palästina-Frage aus einer multidisziplinären Perspektive zu beleuchten.
Das Magazin erscheint alle zwei Monate. Khalil Korbetoglu ist Chefredakteur, während Fikri Cumhur als Redaktionskoordinator fungiert. Dem Redaktionsteam gehören zahlreiche prominente Persönlichkeiten aus akademischen, intellektuellen und medialen Kreisen an, darunter Professor Yasin Aktay, Professor Enis Doku, Salman Emre Gürbüz, Turan Kışlakçı, Professorin Zahide Tuba Kor, Berin Birsaigli Mut, Cuma Obuz, Dr. Selim Sezer und Associate Professor Selçuk Türkyılmaz.
Gaza aus unterschiedlichen Perspektiven und Fachrichtungen
Die erste Ausgabe des Magazins behandelt die Palästina-Frage in einem umfassenden und multidimensionalen Ansatz, der Geschichte, internationales Recht, Kolonialismus, Medien, kulturelles Erbe und die Geschichte des Denkens umfasst.
Salman Emre Gürbüz beteiligt sich mit einem Artikel unter dem Titel „Koloniale Konzepte: Eurozentrismus“, während Turan Kışlakçı über „Emir Abdelkader al-Dschasairi und die Entstehung des islamischen Widerstandsdenkens“ schreibt. Zahide Tuba Kor widmet sich dem Thema „Der Völkermord in Gaza“, während Berin Birsaigli Mut einen Beitrag mit dem Titel „Die Zerstörung des kulturellen Erbes in Gaza“ veröffentlicht.
Die Ausgabe enthält außerdem eine Studie von Associate Professor Selçuk Türkyılmaz mit dem Titel „Der israelische Siedlerkolonialismus in den Berichten von Francesca Albanese“ sowie einen Artikel von Professor Yasin Aktay unter dem Titel „Das Konzept des entbehrlichen Menschen durch Palästina und das Opfer neu denken“. Hinzu kommt Cuma Obuz’ Artikel „Die Journalisten von Gaza, die die Masken fallen ließen“ sowie eine Studie von Dr. Selim Sezer mit dem Titel „Über Ilan Pappés Buch: Zehn Mythen über Israel und die Widerlegung irreführender pro-israelischer Narrative“.
Dr. Seda Özkalçan Alsanad, Dozentin an der Hamad Bin Khalifa University, beteiligt sich an der ersten Ausgabe mit einem Artikel unter dem Titel „Über den jüdischen Widerstand gegen Israel“. Professor Enis Doku untersucht hingegen die Frage: „Wie wurde Palästina in akademischen Kreisen zum Verschwinden gebracht?“
Darüber hinaus wurde Bernard Porters Artikel „Der israelisch-palästinensische Konflikt ist kein kultureller, sondern ein kolonialer Konflikt“ von Abdullah Asım Gökman ins Türkische übersetzt.
Ein bemerkenswertes Interview mit Avi Shlaim
Die Ausgabe enthält außerdem ein ausführliches Interview, das Professorin Zahide Tuba Kor mit dem Historiker Avi Shlaim, Professor an der Universität Oxford und Mitglied der British Academy, geführt hat.
Shlaim ist für seinen kritischen Ansatz zur Darstellung der israelischen Geschichte bekannt und gilt als einer der bedeutendsten Historiker der sogenannten „Neuen Historiker“. Im Interview spricht er über die israelische Politik von der Gründung Israels bis zur Gegenwart und ordnet die Ereignisse in Gaza in ihren historischen Kontext ein.
Zu den herausragenden Teilen des Dossiers gehören Shlaims Aussagen, in denen er die israelischen Praktiken anhand der Begriffe „ethnische Säuberung“ und „Völkermord“ beschreibt.
Palästinensische Beiträge von Geschichte bis Kultur und Kunst
Tasihih enthält außerdem eine Studie des Chefredakteurs Khalil Korbetoglu mit dem Titel „Die ersten Zionisten in der Türkei: Nasi und die Familie Mendes“ sowie einen Artikel von Ahmed Erkan unter dem Titel „Die letzte Front des Imperiums: Die Niederlage Palästinas und der Fall des Osmanischen Staates“.
Die Ausgabe umfasst zudem ein exklusives Interview mit dem Schauspieler Sinan Albayrak, einem der Teilnehmer der Mavi-Marmara-Flottille, die vor sechzehn Jahren versucht hatte, humanitäre Hilfe nach Gaza zu bringen.
Neben einem chronologischen Dossier über die wichtigsten Entwicklungen in Gaza während der vergangenen zwei Monate enthält die Ausgabe Fachbeiträge über Fotografie, palästinensische Poesie und Kultur sowie über Künstler und Sportler, die sich gegen die Besatzung positioniert haben. Darüber hinaus präsentiert das Magazin eine Auswahl von Büchern, Filmen und Musikwerken, die sich mit Palästina und der Besatzung auseinandersetzen.








