Die Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte erklärte am Dienstag, dass die israelische Armee seit Dezember 2024 mindestens 250 Personen im Süden Syriens festgenommen hat, darunter auch Kinder. Sie forderte ein Ende aller Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht sowie dringende Untersuchungen und die Rechenschaftspflicht der Verantwortlichen.
Der Sprecher des Hochkommissariats, Thameen Al-Kheetan, erläuterte bei einer Pressekonferenz in Genf, dass etwa 50 der Festgenommenen weiterhin in Haft sind, von denen einige in die besetzten Golanhöhen gebracht wurden. Er warnte vor willkürlicher Inhaftierung und erzwungenem Verschwindenlassen.
Er fügte hinzu, dass es zunehmende besorgniserregende Anzeichen hinsichtlich des Schutzes von Zivilisten im Süden Syriens gebe, insbesondere angesichts der Ausweitung israelischer Operationen in den von ihr kontrollierten Gebieten. Dies habe zu Einschränkungen des Familienlebens und der Privatsphäre sowie zu erheblichen Auswirkungen auf die Lebensgrundlagen geführt, insbesondere in landwirtschaftlichen Gemeinschaften.
Zudem verwies er auf Berichte über Schikanen, Festnahmen, Razzien und Bewegungseinschränkungen sowie auf Hausdurchsuchungen und die Einrichtung von Kontrollpunkten in Quneitra. Er hob außerdem Berichte hervor, wonach chemische Substanzen auf landwirtschaftliche Flächen gesprüht wurden und der Zugang der Landwirte zu diesen eingeschränkt worden sei.








