Dimasheq
Der Sondergesandte des US-Präsidenten für Syrien und den Irak, Tom Barrack, erklärte, dass die Vereinigten Staaten gemeinsam mit fünf Staaten der Region – darunter Syrien – an einem strategischen Programm arbeiten, das den Aufbau alternativer Routen zur Straße von Hormus vorsieht. Ziel des Vorhabens ist es, die Abhängigkeit von einer der wichtigsten Seeverbindungen für den Transport von Energie und den Welthandel zu verringern.
Während seiner Teilnahme am US-Irak-Wirtschaftsgipfel, der in der Handelskammer der Vereinigten Staaten in Washington stattfand, erklärte Barrack, dass sich das regionale und internationale Interesse nicht mehr ausschließlich auf das iranische Atomprogramm konzentriere, sondern zunehmend auch auf die Zukunft der Straße von Hormus und die Sicherheit der Versorgungs- und Lieferketten angesichts der wiederkehrenden Spannungen in der Region.
Er erläuterte, dass das Programm in Zusammenarbeit mit Syrien, Jordanien, der Türkei, dem Libanon und Ägypten umgesetzt werde. Es ziele darauf ab, ein Netz alternativer Land- und Logistikrouten zu entwickeln, um den Waren-, Handels- und Energietransport auch dann sicherzustellen, wenn die Straße von Hormus blockiert oder beeinträchtigt werde.
Barrack fügte hinzu, dass das Projekt auf einem Wandel vom bisherigen Modell des Seetransports durch enge Wasserstraßen hin zu einem neuen System der „vorsorglichen Lieferung“ („Precautionary Delivery“) basiere. Dies solle die Widerstandsfähigkeit der Lieferketten stärken und die Risiken geopolitischer Krisen verringern.
Er betonte, dass der strategischen Bedeutung der Straße von Hormus nach Abschluss des Projekts innerhalb von zwei Jahren – seinen Worten zufolge – nur noch eine „sekundäre“ Rolle zukommen werde, da praktikable und effiziente Alternativen für den regionalen und internationalen Handel geschaffen würden.
Die irakische Nachrichtenagentur INA (Iraqi News Agency) zitierte Barracks Aussagen. Diese erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die Forderungen nach einer Diversifizierung der Energie- und Handelsrouten zunehmen, um sich gegen mögliche Störungen der Schifffahrt in der Straße von Hormus abzusichern, über die ein erheblicher Teil der weltweiten Ölexporte transportiert wird.








