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Der Direktor für Beziehungen bei der Allgemeinen Behörde für Grenzübergänge und Zoll, Mazen Alloush, erklärte, dass mehrere Nachbarstaaten nach der Schließung der Straße von Hormus begonnen hätten, sich Syrien zuzuwenden, um über syrische Häfen einen alternativen Zugang zu erhalten, da die Sorge über eine anhaltende Krise wachse.
Alloush sagte in einem Interview mit der „New York Times“, dass diese Staaten derzeit an alternativen Plänen arbeiten, um auf mögliche langanhaltende Spannungen in der Region vorbereitet zu sein.
Er wies darauf hin, dass der Grenzübergang al-Tanf, der als zentraler Knotenpunkt für den Öltransport auf dem Landweg aus dem Irak gilt, seit Jahren außer Betrieb sei. Eine vollständige Wiederherstellung werde mindestens mehrere Monate dauern und Kosten von rund 25 Millionen US-Dollar verursachen.
Zudem erklärte er, dass die syrische Regierung rasch begonnen habe, diese potenzielle wirtschaftliche Chance zu nutzen. Die Hafenbehörde habe Konvois und Ausrüstung entsandt, zusätzlich zu Teams der Pass- und Grenzkontrolle sowie mobilen Wohneinheiten, um die Wiederinbetriebnahme des Grenzübergangs zu beschleunigen.
Der Experte für politische Ökonomie, Karam al-Shaar, bezeichnete die aktuelle Phase als einen „günstigen Moment“ für Syrien. Er verwies darauf, dass es politische Bestrebungen gebe, Infrastruktur- und Energieprojekte wiederzubeleben, die während der Kriegsjahre gestoppt wurden.
Al-Shaar fügte hinzu, dass Syrien zwar wiederholt zur Ankündigung großer Projekte neige, viele davon jedoch nie die tatsächliche Umsetzungsphase erreichen würden.








