Dimasheq
Das syrische Kulturministerium erinnert an den Todestag des bedeutenden syrischen Dichters Omar Abu Risha, eines der herausragendsten Vertreter der modernen arabischen Dichtung. Seine Werke verbanden die Authentizität des kulturellen Erbes mit den Neuerungen der Moderne und brachten die Anliegen der Heimat und des Menschen in einer anspruchsvollen poetischen Sprache zum Ausdruck.
Omar Abu Risha wurde 1908 geboren. Er erhielt seine Ausbildung in Aleppo und Beirut und setzte anschließend sein Studium in Großbritannien fort, wo seine kulturellen Erfahrungen seine dichterische Begabung weiter prägten. Er zeichnete sich durch die Erneuerung der arabischen Poesie aus, ohne dabei deren sprachliche Eleganz und künstlerische Ausdruckskraft aufzugeben.
Er war Direktor der Nationalbibliothek in Aleppo und wurde Mitglied der Arabischen Sprachakademie. Darüber hinaus blickte er auf eine erfolgreiche diplomatische Laufbahn zurück, in deren Verlauf er Syrien als Kulturattaché, bevollmächtigter Minister und Botschafter in mehreren Ländern vertrat.
Omar Abu Risha widmete seine Dichtung den Anliegen der Heimat und der arabischen Nation sowie dem Kampf gegen Unterdrückung und Kolonialismus. Er hinterließ ein reiches literarisches Erbe mit zahlreichen Gedichtsammlungen, die ihm einen festen Platz unter den großen arabischen Dichtern sicherten. Für sein Schaffen erhielt er zahlreiche arabische und internationale Auszeichnungen.
Er verstarb am 14. Juli 1990, doch seine poetische Stimme lebt bis heute im kollektiven Gedächtnis der arabischen Welt fort. Sein literarisches Vermächtnis gilt weiterhin als eine der leuchtenden Wegmarken der arabischen Kultur.








