Als Anerkennung für ihre Integrität und ihren Einsatz zum Schutz des syrischen Kulturerbes während der Kriegsjahre ehrte der syrische Kulturminister Mohammad Yassin al-Saleh den Wächter der archäologischen Stätte Hirqla, Abdul Latif al-Khalaf, sowie seine Ehefrau. Das Ehepaar hatte eine Sammlung archäologischer Objekte, die es seit 2013 aufbewahrt hatte, an die zuständigen Behörden übergeben.
Die Ehrung erfolgte in Würdigung ihrer Rolle beim Erhalt dieser Fundstücke, die zum Jaabar-Museum sowie zu weiteren archäologischen Stätten in der Provinz ar-Raqqa gehören. Ende April 2026 übergaben sie die Objekte an den Leiter des Museums von ar-Raqqa, Mohammad Jajan, nachdem sie diese über Jahre hinweg aus Sorge vor Diebstahl oder Zerstörung geschützt hatten.
Der Kulturminister betonte, dass dieses Verhalten die Authentizität des syrischen Volkes sowie dessen tiefes Bewusstsein für die Bedeutung des Schutzes des kulturellen Erbes und dessen Bewahrung für kommende Generationen widerspiegle, wie lokale Medien berichteten.
Abdul Latif al-Khalaf hatte die Objekte seit 2013 in einer Grube nahe seines Hauses versteckt – ein Umstand, der durch ein Video dokumentiert wurde, das sich in sozialen Netzwerken verbreitete und große Anerkennung unter Syrerinnen und Syrern fand, die seine Ehrlichkeit und seinen patriotischen Geist lobten.
Es ist anzumerken, dass Tausende archäologische Stätten in Syrien während der Kriegsjahre ungeschützt blieben, was zu weitverbreiteten illegalen Ausgrabungen und systematischem Raub führte. Die Terrororganisation „Islamischer Staat“, die 2014 weite Teile des Landes kontrollierte, plünderte zudem Antiken aus Palmyra und anderen Regionen, zerstörte bedeutende historische Stätten und nutzte den Handel mit Antiquitäten zur Finanzierung ihrer Aktivitäten.
Auch in Regionen wie Deir ez-Zor, ar-Raqqa und al-Hasaka kam es zu organisierten Diebstählen von antiken Münzen und kleineren Fundstücken, was eine erhebliche Bedrohung für das syrische Kulturerbe darstellte.








