Dimasheq
Der türkische Vizepräsident Cevdet Yılmaz erklärte, dass die Zusammenarbeit zwischen der Türkei und Saudi-Arabien im Zusammenhang mit der Syrien-Frage in mehreren Bereichen angelaufen sei. Die Abstimmung zwischen Ankara und Riad umfasse dabei unter anderem Fragen zur Aufhebung von Sanktionen sowie die Unterstützung von Investitionen in wichtige Infrastrukturprojekte in Syrien.
Yılmaz betonte, dass die Stabilität Syriens unmittelbar mit der Sicherheit und Stabilität der Türkei verbunden sei. Positive Entwicklungen in der syrischen Lage würden sich seiner Einschätzung nach auf die gesamte Region auswirken.
In einem Interview mit dem Sender „CNN Türk“ erklärte der türkische Vizepräsident, dass die zunehmende Zusammenarbeit zwischen seinem Land und Saudi-Arabien in regionalen und wirtschaftlichen Fragen „sehr positive Auswirkungen“ auf Syrien und den Irak haben könne. Dies geschehe vor dem Hintergrund einer verstärkten Koordination zwischen beiden Ländern bei gemeinsamen Interessen.
Yılmaz verwies darauf, dass sich die türkisch-saudischen Beziehungen in mehreren Bereichen weiterentwickeln, wobei wirtschaftliche und entwicklungspolitische Themen zunehmend im Mittelpunkt stehen. Die Zusammenarbeit im syrischen Kontext sei Teil dieses Weges, insbesondere im Hinblick auf die Verbesserung der wirtschaftlichen Bedingungen und die Unterstützung grundlegender Infrastrukturprojekte.
Die türkischen Aussagen erfolgen zu einem Zeitpunkt, in dem regionale Staaten ihre Zusammenarbeit im Hinblick auf die Zukunft Syriens verstärken. Dabei stehen große wirtschaftliche Herausforderungen und umfangreiche Wiederaufbaumaßnahmen im Mittelpunkt, die erhebliche Investitionen und Finanzierungen erfordern, während gleichzeitig an einem stabileren regionalen Umfeld gearbeitet wird.
Im Zusammenhang damit sprach Yılmaz auch über das am vergangenen Freitag von Saudi-Arabien, der Türkei und Pakistan unterzeichnete „Mekka-Abkommen zur gemeinsamen Verteidigung“. Er betonte, dass dieses Abkommen nicht gegen den Iran oder einen anderen Staat gerichtet sei.
Nach seinen Angaben zielt das Abkommen darauf ab, die Abschreckungsfähigkeit zu stärken und Frieden sowie Stabilität auf regionaler und internationaler Ebene zu unterstützen. Die Verteidigungskooperation zwischen den drei Ländern diene der Förderung von Sicherheit und Stabilität und richte sich nicht gegen eine bestimmte Seite.
Das Abkommen sowie die zunehmende türkisch-saudische Koordination in der Syrien-Frage spiegeln eine Entwicklung hin zu einer Ausweitung der Zusammenarbeit zwischen Ankara und Riad wider, die Sicherheits-, Wirtschafts-, Investitions- und regionale Themen umfasst. Dies geschieht in einer Zeit, in der gemeinsame regionale Lösungen für die Herausforderungen in Syrien, im Irak und im Bereich der regionalen Sicherheit zunehmend erforderlich sind.








