Die deutsche Zeitung Welt am Sonntag berichtete unter Berufung auf Daten des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR), dass seit dem Sturz des Assad-Regimes rund 1,6 Millionen Syrer in ihr Heimatland zurückgekehrt sind, die meisten von ihnen aus den Nachbarländern Syriens. Deutschland wird in den UNHCR-Daten nicht gesondert ausgewiesen, sondern unter der Kategorie „sonstige Länder“ geführt, aus der etwa 6.100 Personen zurückgekehrt sind.
Der Zeitung zufolge stammt der Großteil der Rückkehrer aus den unmittelbaren Nachbarstaaten: Bis zum 16. April 2026 kehrten etwa 634.000 Syrer aus der Türkei, 621.000 aus dem Libanon und 284.000 aus Jordanien zurück.
Zugleich weist der Bericht darauf hin, dass seit dem Sturz des Regimes in Deutschland eine intensivere Debatte über die Zukunft syrischer Geflüchteter geführt wird. Politiker der Sozialdemokratischen Partei, der Grünen sowie der Linkspartei fordern, vorübergehende Besuche in Syrien zu ermöglichen, um die Lage vor Ort zu prüfen und mögliche Rückkehrperspektiven auszuloten.
Der Asylrechtler Daniel Thym erklärte unterdessen, dass eine Neubewertung von Asylanträgen grundsätzlich möglich sei. Insbesondere Fälle bestimmter Gruppen – etwa alleinstehender sunnitischer Männer arabischer Herkunft ohne zusätzliche Gefährdungsfaktoren – könnten individuell geprüft werden, um zu entscheiden, ob ihr Schutzstatus aufgehoben werden kann.








