Dimasheq
Der ehemalige Direktor des Syrien-Dossiers im US-amerikanischen Nationalen Sicherheitsrat, Andrew Tabler, betonte, dass Damaskus den Iran-Krieg mit Vorsicht behandelt und eine kalkulierte Politik verfolgt, die darauf abzielt, Eskalationen zu vermeiden und gleichzeitig seine sicherheits- und strategischen Interessen zu wahren.
In einem in der Zeitschrift „Al-Majalla“ veröffentlichten Artikel erklärte Tabler, die syrische Regierung habe sich diplomatisch an die Seite arabischer Staaten und der Vereinigten Staaten gestellt und die Politik Teherans verurteilt. Gleichzeitig habe sie daran gearbeitet, die Grenzsicherheit zu stärken und sich von einer direkten Beteiligung an regionalen Eskalationen fernzuhalten. Im Gegenzug konzentriere sie sich weiterhin auf die israelische Frage im Rahmen eines Gleichgewichts, das die Übergangsphase der staatlichen Institutionen widerspiegele.
Tabler wies darauf hin, dass Damaskus eine deutliche Übereinstimmung mit den US-amerikanischen Zielen zeige, den Einfluss der Hisbollah im Libanon einzudämmen. Er verwies dabei auf die Rolle der Partei bei der Unterstützung des ehemaligen Präsidenten Baschar al-Assad während der Jahre des syrischen Krieges.
Er vertrat die Ansicht, dass der vorsichtige Kurs von Präsident Ahmad al-Sharaa mit der innenpolitischen Sicherheitslage zusammenhänge, da sich die Sicherheits- und Militäreinrichtungen weiterhin in einer Phase der Reorganisation und Konsolidierung nach Jahren des Konflikts und der Fragmentierung befänden.
Zudem erklärte er, die syrische Regierung sei derzeit damit beschäftigt, ihre Kontrolle über das Staatsgebiet zu festigen und die innere Stabilität zu stärken. Daher sei sie nicht in der Lage, die Folgen der Eröffnung neuer Fronten im Libanon oder im Irak zu tragen. Jede syrische Intervention im Libanon könne erhebliche Risiken sowohl für Damaskus als auch für Washington mit sich bringen.








