Damaskus – Dimasheq
Der libanesische Schriftsteller und Journalist Munir Al-Rabie, Chefredakteur der Zeitung Al-Modon, erklärte, dass die Hauptmotivation für die Veröffentlichung seines neuen Buches „Die Geheimnisse des Sturzes Assads und die Vision von Ahmad Al-Sharaa“ sowohl persönlicher als auch nationaler Natur gewesen sei. Dies gehe auf seine enge Verbundenheit mit der syrischen Sache sowie auf das Leid zurück, das das frühere Regime über Syrien und die Region gebracht habe.
Dies sagte Al-Rabie im Gespräch mit Dimasheq am Rande der Vorstellung seines Buches in Damaskus. Er erläuterte, dass das Werk seine Erfahrungen während seines ersten Besuchs in der syrischen Hauptstadt nach vielen Jahren und nach dem Sturz des Assad-Regimes dokumentiere. Zugleich betonte er, dass ein Verständnis des Nahen Ostens ohne die Analyse der syrischen Entwicklungen und Veränderungen nicht vollständig möglich sei.
Al-Rabie erklärte, das Buch wolle eine objektive Betrachtung der Ereignisse bieten, die Syrien durchlebt habe, und den Blick auf die neue Phase richten, die seiner Ansicht nach eine echte Chance verdiene. Ziel sei der Wiederaufbau des Staates auf der Grundlage von Bürgerschaft, Gesellschaftsvertrag und demokratischer Teilhabe aller syrischen Bevölkerungsgruppen an Entscheidungsprozessen und der Neugestaltung staatlicher Institutionen.
Er fügte hinzu, dass sein Konzept einer „Vision“ auf der Überzeugung beruhe, dass Syrien und die gesamte Region neue Ideen benötigten, die den Staat stärken und Beziehungen auf Augenhöhe zwischen den Ländern fördern. Dies gelte insbesondere für die Beziehungen zwischen dem Libanon und Syrien, fern von den Mustern von Dominanz und Abhängigkeit, die frühere Epochen geprägt hätten.
In humanitärer Hinsicht unterstrich Al-Rabie die Bedeutung der Rückkehr syrischer Bürgerinnen und Bürger in ihre Heimat nach Jahren von Vertreibung und Flucht. Er vertrat die Auffassung, dass die syrische Tragödie in mancher Hinsicht Parallelen zur palästinensischen Frage aufweise, weshalb die Solidarität mit dem syrischen Volk ebenso fortgesetzt werden müsse wie die Unterstützung des palästinensischen Volkes.
Zudem rief er zur Solidarität mit der libanesischen Sache auf und forderte Anstrengungen zur Rückkehr aller vertriebenen Libanesen in ihre Heimatregionen im Süden des Landes, in den südlichen Vororten Beiruts sowie in der Bekaa-Ebene. Die Bewältigung von Vertreibungs- oder Teilungsprojekten beginne mit dem Wiederaufbau von Mensch und Staat sowie der Stärkung des nationalen Zugehörigkeitsgefühls.
Abschließend betonte Al-Rabie, dass der Erfolg der neuen syrischen Erfahrung eine gemeinsame nationale Verantwortung darstelle. Diese erfordere die Beteiligung aller Syrerinnen und Syrer am Aufbau einer Zukunft, die auf Bürgerschaft, Demokratie, Entwicklung und Stabilität beruhe.







