Dimasheq
Der Dänische Flüchtlingsrat betonte, dass der Agrarsektor in Syrien weiterhin eine zentrale Säule der nationalen Wirtschaft darstellt, da er für einen großen Teil der Bevölkerung Arbeitsplätze und Einkommensquellen bietet. Nach Angaben des Rates waren vor 2011 etwa 21,9 % der Syrer in diesem Sektor beschäftigt, doch dieser Anteil sank bis 2022 auf rund 15,5 % der gesamten Erwerbsbevölkerung.
In einem aktuellen Bericht erklärte der Rat, dass die Jahre des Konflikts tiefgreifende Auswirkungen auf die Landwirtschaft hinterlassen haben. Dazu zählen Schäden an Bewässerungssystemen und Produktionsinfrastrukturen, die Störung von Märkten, die Kontaminierung großer landwirtschaftlicher Flächen mit nicht explodierter Munition sowie Probleme im Zusammenhang mit Wohnraum, Land- und Eigentumsrechten, die vielen Landwirten den Zugang zu ihren Feldern erschweren.
Der Bericht fügte hinzu, dass wiederkehrende Dürreperioden, Wüstenbildung, wirtschaftlicher Niedergang und schwache Institutionen die Lebensgrundlagen in ländlichen Gebieten weiter verschlechtert haben. Frauen, Jugendliche und Binnenvertriebene gehören dabei weiterhin zu den am stärksten betroffenen Gruppen in den ländlichen Gemeinschaften.
Der Rat warnte zudem, dass Syrien im Jahr 2025 eine der schwersten Dürreperioden der vergangenen 36 Jahre erlebt habe. Etwa 75 % der bewirtschafteten Flächen seien betroffen gewesen, was zu erheblichen Ernteausfällen, einer Verschlechterung der Weideflächen und einer Verschärfung der Wasserkrise im ganzen Land geführt habe.








