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Landwirte in den ländlichen Gebieten von Hama und Idlib kehren nach vielen Jahren von Vertreibung und Krieg in ihre Pistazienhaine zurück. Sie versuchen, landwirtschaftliche Flächen wiederzubeleben, die durch Brände, Abholzung und Vernachlässigung beschädigt wurden, und die Produktion einer der wichtigsten syrischen Agrar- und Exportkulturen wiederherzustellen.
Die Bauern berichten, dass die Rückkehr auf ihre Felder nicht einfach war. Große Teile der Haine wurden zerstört, und zahlreiche Bäume gingen verloren, die einst die wichtigste Einkommensquelle ihrer Familien darstellten.
Ein Besitzer von Pistazienhainen in der Stadt Morek im Gouvernement Hama erklärte, das Ausmaß der Schäden sei enorm gewesen. Er besaß ursprünglich 32 Dunum Land, bepflanzt mit Pistazien- und Olivenbäumen. Auf jedem Dunum standen etwa 16 Pistazienbäume. Nach seiner Rückkehr fand er jedoch nur noch zwischen 40 und 50 Bäume vor, nachdem die übrigen während der Kriegsjahre verbrannt oder gefällt worden waren.
Im ländlichen Raum von Idlib erklärte ein weiterer Landwirt, dass die aktuelle Erntesaison noch weit unter dem Vorkriegsniveau liege und lediglich etwa 20 Prozent der früheren Produktion erreiche. Die guten Niederschläge in diesem Jahr hätten jedoch neue Hoffnung geweckt, dass sich die Bäume erholen und die Erträge in den kommenden Jahren wieder steigen könnten.
Der Agraringenieur Hafs Rastanawi erläuterte, dass ein Pistazienbaum mindestens sieben Jahre benötige, bevor er erstmals Früchte trägt. Die Wiederherstellung der Haine und die Neuanpflanzung von Bäumen seien daher eine langfristige Investition, bei der die Landwirte über Jahre hinweg Kosten tragen müssten, ohne unmittelbare wirtschaftliche Erträge zu erzielen.
Die Pistazie zählt zu den bedeutendsten syrischen Agrarprodukten mit hohem wirtschaftlichem und exportorientiertem Wert. Die Wiederbelebung der Pistazienhaine gilt daher als wichtiger Schritt zur Unterstützung des Agrarsektors und zur Stärkung der Einkommensquellen in den vom Krieg betroffenen Regionen.








