Dimasheq
Der ehemalige Leiter des Syrien-Dossiers im US-amerikanischen Nationalen Sicherheitsrat, Andrew Tabler, betonte, dass die Vereinigten Staaten keine syrische Militärintervention im Libanon fördern sollten. Er wies darauf hin, dass eine verstärkte Kontrolle der syrischen Grenzen eine praktikable Option darstelle, um die logistischen Unterstützungsnetzwerke der Hisbollah einzudämmen, ohne eine Eskalation oder eine offene Konfrontation auszulösen.
In einem am Samstag in der Zeitschrift „Al-Majalla“ veröffentlichten Artikel warnte Tabler davor, dass jeder Eindruck einer amerikanischen Absicht, Damaskus zu einer militärischen Rolle im Libanon zu bewegen, Fehlkalkulationen bei verschiedenen Akteuren hervorrufen könnte, was zu Schritten führen könnte, die US-Interessen in der Region schaden würden.
Tabler betonte, dass die Streichung Syriens von der Liste der staatlichen Sponsoren des Terrorismus oder die Lockerung der US-Sanktionen gegen das Land nicht an eine mögliche militärische Rolle im Libanon geknüpft werden sollte. Er forderte Washington auf, sich auf die Unterstützung von Wiederaufbauprojekten und die Entwicklung des Energiesektors in Syrien zu konzentrieren.
Zudem rief er die Regierung von US-Präsident Donald Trump dazu auf, einen schrittweisen Prozess zur Aufhebung der Einstufung und weiterer Sanktionen zu entwickeln, der an messbare Fortschritte der Regierung in Damaskus in den Bereichen politische Inklusion, sicherheitspolitische Zusammenarbeit und Wirtschaftsreformen gebunden sein sollte.
Tabler betonte außerdem die Bedeutung, Syrien in eine breitere regionale Strategie zur Eindämmung des iranischen Einflusses einzubinden – in Abstimmung mit den Golfstaaten, europäischen Partnern und dem Libanon. Dies solle auch Fragen von Flüchtlingen, humanitärer Hilfe und Wiederaufbau umfassen.








