Dimasheq
Das syrische Innenministerium erklärte, dass es die jüngsten Entwicklungen und Spannungen in einigen Gebieten der Provinz Idlib aufmerksam verfolge. Hintergrund seien öffentliche Forderungen nach der strafrechtlichen Verfolgung von Personen, die während der Herrschaft des früheren Regimes an Verbrechen und Menschenrechtsverletzungen gegen die syrische Bevölkerung beteiligt gewesen sein sollen.
In einer Stellungnahme betonte das Ministerium, dass es sich des Ausmaßes von Wut und Schmerz bewusst sei, die diese Verstöße bei den Bürgerinnen und Bürgern hinterlassen hätten. Zugleich unterstrich es, dass Gerechtigkeit und die Bestrafung der Verantwortlichen ausschließlich durch die zuständigen staatlichen Institutionen erfolgen müssten. Gegen Personen, deren Beteiligung an Blutvergießen oder Menschenrechtsverletzungen nachgewiesen werde, werde konsequent vorgegangen.
Das Ministerium rief die Bevölkerung dazu auf, Besonnenheit zu bewahren und von Vergeltungsmaßnahmen oder Übergriffen außerhalb des gesetzlichen Rahmens abzusehen. Solche Handlungen könnten die Sicherheit und Stabilität gefährden sowie den Weg zu einer rechtsstaatlichen Aufarbeitung erschweren.
Darüber hinaus forderte das Ministerium alle Personen, die über Informationen oder dokumentierte Beweise gegen mutmaßliche Täter verfügen, auf, diese den zuständigen Behörden vorzulegen, damit die erforderlichen rechtlichen Schritte eingeleitet werden können.
Gestern war es in Idlib sowie in mehreren weiteren syrischen Provinzen zu Spannungen gekommen, nachdem Personen angegriffen worden waren, denen Menschenrechtsverletzungen gegen Zivilisten während der Zeit des früheren Regimes vorgeworfen werden.








