Dimasheq– Nachrichten
Die französische Zeitung Le Monde ist der Ansicht, dass die Politik Israels im Süden Syriens, insbesondere die Unterstützung der Regierung von Premierminister Benjamin Netanjahu für separatistische Bewegungen in der Provinz Suwaida, zu einem sicherheitspolitischen Paradoxon in der Region geführt hat.
Die Zeitung erklärte, dass Damaskus und Amman gemeinsame Anstrengungen unternehmen, um die Stabilität zu stärken, organisierte Kriminalität zu bekämpfen und deren Finanzierungsquellen auszutrocknen. Gleichzeitig habe die israelische Unterstützung dieser Bewegungen zu einer Verstärkung des Chaos geführt und die Region in einen Raum außerhalb der staatlichen Kontrolle verwandelt.
Weiter heißt es, dass die israelische Strategie darauf abziele, Syrien in einem Zustand der Schwäche und Spaltung zu halten, um eigene Interessen zu fördern und größeren Spielraum für regionale Vorteile zu schaffen.
Laut Le Monde beschränken sich die Folgen dieser Situation nicht nur auf die Schwächung staatlicher Institutionen in Syrien, sondern hätten auch ein günstiges Umfeld für Schmuggelnetzwerke des Captagon-Drogenhandels geschaffen. Dadurch sei der Süden Syriens zu einem aktiven Zentrum des Drogenhandels geworden, der eine Bedrohung für die regionale Sicherheit darstellt.
Die Zeitung wies zudem darauf hin, dass das Sicherheitsvakuum in Suwaida sowie die Nähe zur jordanischen Grenze es Personen und Netzwerken mit Verbindungen zum früheren Regime ermöglicht hätten, ihre Aktivitäten neu zu organisieren und von den bestehenden Umständen zu profitieren.








