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Die ägyptische Presse hat die Teilnahme Syriens an der Biennale von Venedig aufmerksam verfolgt und wohlwollend darüber berichtet. Die Zeitung „Al-ʿĀlam al-Ān“ schrieb in einem Beitrag von Sherif Daoud:
Der syrische Kulturminister Mohammed Yassin al-Saleh eröffnete den nationalen Pavillon der Arabischen Republik Syrien im Rahmen der 61. Ausgabe der Biennale von Venedig in Italien – in einem kulturellen Moment, der zahlreiche zivilisatorische und symbolische Bedeutungen trug. Anwesend waren der Geschäftsträger der Botschaft der Arabischen Republik Syrien in Italien, Botschafter Hussein al-Sabbagh, sowie eine starke arabische und internationale Präsenz, die das Ausmaß des Interesses an der Rückkehr Syriens auf eine der wichtigsten Kunst- und Kulturplattformen der Welt widerspiegelte.
Die Zeitung fügte hinzu, dass die Eröffnung des syrischen Pavillons eine bemerkenswerte Zahl von Syrerinnen und Syrern anzog, die aus verschiedenen Teilen der Welt angereist waren. In einer Atmosphäre, die von Stolz, Nostalgie und Feierlichkeit geprägt war, wurde der Pavillon zu einem gemeinsamen Raum für die syrische Erzählung, die ihre kulturelle Präsenz im Herzen Venedigs zurückgewann. Dies unterstrich, dass Syrien – trotz aller Herausforderungen, die es durchlebt hat – weiterhin in der Lage ist, sich rasch zu erneuern und seinen natürlichen Platz in der globalen Kulturszene wieder einzunehmen.
Der Pavillon präsentierte das künstlerische Projekt „Das Turmgrab von Palmyra“ der syrischen Künstlerin Sara Shamma. Das Werk ist vom kulturellen Erbe der Stadt Palmyra inspiriert und verbindet in einer zeitgenössischen visuellen Sprache Malerei, Architektur sowie Licht- und Klanginstallation zu einem interaktiven Kunsterlebnis mit tiefen menschlichen und kulturellen Dimensionen, das Erinnerung, Identität und Zugehörigkeit thematisiert.
Der „palmyrenische Königsturm“ schien symbolisch über Venedig aufzuragen und eine historische Erzählung mit sich zu tragen, die tief in der Vergangenheit verwurzelt ist – eine kulturelle Botschaft, die bestätigt, dass die syrische Zivilisation ein fortwährendes humanistisches Projekt ist, das in der Lage ist, die Welt in der Sprache der Kunst und Schönheit anzusprechen.
Die Teilnahme Syriens spiegelte zudem eine arabische und insbesondere italienische sowie internationale Wertschätzung für die Rückkehr Syriens in die globalen Kulturforen wider. Der Pavillon verzeichnete großen Zulauf von Besuchern, Interessierten und Kritikern. Dies verdeutlichte die Bedeutung der Kulturdiplomatie als Brücke zwischen Ost und West und als Raum für Weisheit, Zusammenleben und menschlichen Dialog jenseits von Spaltungen.
Der syrische Kulturminister erklärte in seiner Rede zur Eröffnung, dass die Teilnahme Syriens an der Biennale eine Fortsetzung der tief verwurzelten syrisch-arabischen zivilisatorischen Erzählung darstelle. Er betonte, dass Kultur stets eines der wichtigsten Gesichter der syrischen Zivilisation gewesen sei und bleiben werde, und dass Kunst dazu fähig sei, Brücken zwischen Völkern wiederaufzubauen und ein gemeinsames menschliches Verständnis zu erneuern.
Die Zeitung „Al-ʿĀlam al-Ān“ schloss ihren Bericht mit der Feststellung, dass die Teilnahme Syriens an der Biennale von Venedig die Fähigkeit des Landes unterstreiche, sich rasch zu erholen und sich erneut internationalen kreativen Räumen zu öffnen – durch eine kulturelle Präsenz mit fest verankerter Identität, die Syrien erneut als Land der Kunst, der Geschichte und der Menschlichkeit präsentiert.









